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WOMEN OF MGI TEIL 8

gabriela de valle del bosque - Lokalleiterin des City Lab Saltillo

Obwohl sich der “Gender Gap” in der Wissenschaft in den letzten Jahren vor allem bei jungen Forschenden verringert hat, sind Männer in der internationalen Forschung immer noch stärker vertreten. Als globales wissenschaftliches Unternehmen ist die Kombination verschiedener Perspektiven und Erfahrungen für MGI entscheidend. Wir möchten dieses besondere Thema beleuchten und bitten daher die Frauen von MGI, ihre Erfahrungen zu teilen.

Foto von Gabriela de Valle

Gabriela de Valle ist Koordinatorin für Nachhaltigkeit und Klimawandel am Instituto Municipal de Planeación Saltillo (IMPLAN) und seit April 2022 Lokalleiterin des City Labs Saltillo.

MGI: Bitte beschrieben Sie uns Ihre Funktion innerhalb des MGI Projekts.

Gabriela: Ich bin die lokale Projektleiterin des MGI Projekts in Saltillo. Mit dem Team des IMPLAN koordinieren wir Veranstaltungen und Aktivitäten. Außerdem fördern wir die Beteiligung der Regierung, Unternehmen, Universitäten und der Bürger an diesem Projekt.

MGI: Was hat Ihr Interesse an Themen wie Klimawandel, Nachhaltigkeit und wissenschaftlicher Forschung geweckt?

Gabriela: Ich bin in enger Verbindung zur Natur aufgewachsen. Meine Großeltern waren Landwirte. So habe ich gelernt, die Umwelt zu respektieren und zu schätzen. Ich habe miterlebt, wie die natürlichen Ressourcen um mich herum zerstört und verändert wurden, und wie der Klimawandel weitreichende Komplikationen auf lokalem und globalem Level verursachte. Deshalb wollte ich einen Weg finden, meine Karriere als Wirtschaftswissenschaflterin mit dem Klimaschutz zu verbinden. Ich absolvierte also einen Master in Urbanen Studien, wodurch ich eine ganzheitliche und multidisziplinäre Perspektive für die Durchführung von Projekten und Programmen zur gesellschaftlichen Entwicklung erlangte, die den Aspekt der Nachhaltigkeit miteinbezieht.

Die umweltbezogene Forschung ist fundamental. Wenn wir die Natur studieren und von ihr lernen, können wir bessere Städte zu entwickeln, die Zugang zu Wohlstand und Entwicklung ermöglichen, ohne den Planeten zu zerstören.

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MGI: Warum spielen Frauen Ihrer Ansicht nach eine entscheidende Rolle bei nachhaltiger Stadtentwicklung, der Eindämmung des Klimawandels und der Anpassung an dessen Folgen?

Gabriela: Ich denke, Frauen haben eine andere Sicht der Dinge. Wir suchen Wege, die traditionellen Strukturen unserer Gesellschaft aufzubrechen. Ich bin daher überzeugt, dass wir deshalb eine essenzielle Rolle spielen, wenn es darum geht, Städte zu entwerfen, die sozialer und nachhaltiger sind und eine bessere Planung zur Vermeidung und Reduktion von Risiken haben. Wir Frauen streben nach fundamentalen Veränderungen, und genau das brauchen wir als Gesellschaft, um dem Klimawandel zu begegnen.

Seit Jahrzehnten leisten Frauen einen wichtigen Beitrag zur Dokumentation der Klimakrise und Zerstörung der Umwelt. Arbeiten von Wissenschaflterinnen wie Rachel Catson in ihrem Buch Silent Spring, Anne Elrichs The Population Bomb, oder Donella Meadows Bericht The Limits of Groth brachten einen Durchbruch in der Anerkennung der Umweltkrise. Und Tag für Tag unternehmen viele Frauen die Anstrengung, unseren Planeten zu schützen.

Wir alle sind Teil dieses gesellschaftlichen Wandels, der nötig ist. Sowohl Frauen als auch Männer müssen sich bewusst werden über die Verantwortung, die wir unserem Planeten gegenüber haben. Ich denke jedoch, dass Frauen eine tiefere Verbindung zu der Natur haben.

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