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Interview mit Deputy Coordinator Trinidad Fernandez

Interview mit Deputy Coordinator Trinidad Fernandez

„Das City Lab verkörpert die Bekämpfung des Klimawandels vom Herzen der Städte aus durch Stadtplanung, Entwicklung einer langfristigen Vision und eines Fahrplans für die Integration intelligenter, nachhaltiger Lösungen.“

Interview mit Trinidad Fernandez, MGI Deputy Coordinator & Leader des City Lab Piura vom Fraunhofer IAO

F.: In welchem Stadium befindet sich das City Lab in Piura?

A.: In den letzten Monaten haben wir die Schwerpunkt-Sektoren des Projektes definiert, d.h. den Wasser-, Energie- und Stadtplanungssektor. Vor kurzem haben wir mit der ersten Phase des City Lab begonnen, welche sich auf die Analyse von Stadtdaten und -dokumenten konzentriert, um ein besseres Verständnis für die Herausforderungen der Stadt zu erhalten.

 

F.: Welche Faktoren sind bei der Analyse von Piura einzigartig?

A.: Die Auswirkungen des El-Niño-Phänomen sind in Piura besonders stark, die gewaltigen Überschwemmungen und der Wiederaufbau stellen also ein große Herausforderung dar. Darüber hinaus ist Piura eine der Städte mit dem höchsten Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum in Peru. Eine derart massive Stadterweiterung bedeutet, dass die bestehenden Infrastrukturen nicht in der Lage sind, die Bedürfnisse der gegenwärtigen und zukünftigen Bevölkerung der Stadt in Bezug auf Gesundheit, Sicherheit usw. zu erfüllen.

F.: Wie unterscheiden sich deine Aufgaben als stellvertretende Koordinatorin, City-Lab-Leader und Sektor-Expertin? Beeinflusst die dreifache Perspektive deine Arbeitsweise?

Es geht mehr um die Verbindung als um die Differenzierung. Ich glaube, dass ich eine privilegierte Position innerhalb des Teams habe, da ich diese drei Rollen kombinieren kann. Diese dreifache Perspektive hat es mir ermöglicht, Synergien zwischen der eher wissenschaftlichen Arbeit des Stadtlabors, wo Inhalte geschaffen werden müssen, und der Koordinierungsarbeit zu finden, die die Bereitstellung von Richtlinien und Weisungen erfordert, um die Forschungsarbeit zu ermöglichen.

 

Als Experte kann ich zum Beispiel Ergebnisse aus einem bestimmten Sektor beisteuern, aber in der Führungsrolle kann ich den Handlungsrahmen festlegen und über die verschiedenen Aktivitäten entscheiden, die durchzuführen sind. Im Allgemeinen hat mir diese dreifache Perspektive ermöglicht, kreative Prozesse und mentale Strukturen zu entwickeln, die diese Rollen unterstützen. Dieser kontinuierliche Rollenwechsel ist eine Herausforderung, aber auf lange Sicht erlaubt er mir, die Bedürfnisse auf jeder individuellen Ebene besser zu verstehen und so zum Endergebnis beizutragen.   

F.: Worin bestehen die Stärken und Schwächen und somit Chancen und Risiken der Stadt Piura?

A.: Als der Fluss Chira wegen der heftigen Regenfälle über die Ufer trat, markierte dies einen Wendepunkt in der Region. Der Mangel an Vorbereitung und Prävention in einem Gebiet, das sehr anfällig für Naturkatastrophen ist, machte deutlich, wie anfällig die Stadtplanung in Piura ist. Daher ist es entscheidend, eine ganzheitliche Stadtvision zu entwickeln und zu planen, um die bestmöglichen Lösungen für die Land- und Infrastrukturnutzung zu finden. Die Stadt strebt eine führende Rolle in Forschung und Innovation an; dies stellt einen Trumpf dar, der für eine nachhaltige Entwicklung von entscheidender Bedeutung ist.

F.: Wie sieht ein typischer Arbeitstag für dich im City Lab aus?

Nicht alle Tage sind gleich, aber sie haben ein gemeinsames Ziel: Die Herausforderungen und Möglichkeiten von Piura zu verstehen, um die nachhaltige Entwicklung der Stadt zu unterstützen. Durch verschiedene Methoden und den Austausch mit unseren lokalen Partnern bauen wir ein Stadtprofil auf, welches es uns ermöglicht, gemeinsam neue Projektideen zu entwickeln, die in der Zukunft umgesetzt werden sollen.

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